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Bilfinger BergerGletscher

Paläste aus Eis

„Wie in einem Roman von Jules Vernes an Orte vorzustoßen, an denen noch kein Mensch war“: Das ist die Motivation des Extrem-Fotografen Carsten Peter für seine Dokumentationen aus dem Inneren von Gletschern. Zehn Prozent der Landoberfläche der Erde sind von Eis bedeckt. Doch das Wissen über die Eismassen ist beschränkt. Forscher und Abenteurer steigen in die Spalten, um sie besser zu verstehen – und zu bewundern. Die riesige „Gletschermühle“ auf unserem Bild fand eine Expedition nach stundenlangem Helikopterflug über das grönländische Inlandeis: Im Sommer bilden sich Flüsse an der Eisoberfläche, die in senkrechten Klüften versickern und diese immer weiter aushöhlen. Im Herbst, wenn die Flüsse gefroren sind, können die Gletscherforscher die namenlosen unterirdischen Eispaläste erkunden. Deren Pracht ist nur von kurzer Dauer. Über den Winter erdrückt das plastische Eis die riesigen Hohlräume zu weiten Teilen – bis das Schmelzwasser im Frühjahr sie neu modelliert.

(Fotos: Carsten Peter, Text: Bernd Hauser)