Latente Steuern
Aktiv- oder Passivposten zum Ausgleich zeitlicher Differenzen gegenüber dem Steuerbilanzergebnis. Latente Steueraufwendungen/-erträge stellen Korrekturgrößen zum tatsächlichen, aus der Steuerbilanz abgeleiteten Steueraufwand der Periode dar. Zielsetzung ist vor allem, einen Ertragsteueraufwand zu zeigen, der in einer sachgerechten Relation zum ausgewiesenen Ergebnis vor Steuern steht.
Leistung
Der Begriff umfasst die im Konzern sowie anteilig in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Lieferungen und Leistungen.
Leistungsrendite
Ertragskennzahl, die das Verhältnis von EBIT zu Leistung wiedergibt.
Long-Term Incentive Plan (LTI)
Komponente der Vorstandsvergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sowohl an die interne Erfolgskennziffer Wertbeitrag als auch an die Kursentwicklung der Bilfinger Berger Aktie gekoppelt ist.
Non-Recourse Finanzierung
Fremdfinanzierung, deren Besicherung einzig auf das finanzierte Projekt abgestellt ist, ohne dass ein Haftungsrückgriff auf Bilfinger Berger möglich ist.
Percentage of Completion Methode (POC)
Bilanzierungsmethode gemäß IAS 11 für langfristige Fertigungsaufträge. Auftragskosten und -erlöse werden in Abhängigkeit vom Grad der Fertigstellung bilanziert, so dass die Gewinnrealisierung entsprechend dem Leistungsfortschritt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wird.
Performance Share Units (PSU)
Fiktive Aktien, die im Rahmen unserer Long-Term Incentive Pläne in Abhängigkeit von der Entwicklung des Wertbeitrags dem Vorstand als Vergütungsbestandteil gewährt werden.
Plan assets
Vermögenswerte, die zur Deckung von Pensionsverpflichtungen dienen und die Voraussetzungen nach IAS 19 erfüllen. Plan assets werden im Konzernabschluss nach IFRS mit den Pensionsrückstellungen saldiert, wodurch sich die Bilanzsumme verkürzt. Vergleiche auch CTA.
Projektspezifisches Finanzvermögen / Projektspezifisches Zinsergebnis
Rechengrößen im Kapitalrenditecontrolling von Bilfinger Berger zur Berücksichtigung einer angemessenen Kapitalausstattung der jeweiligen Konzerneinheit.
Public Private Partnership (PPP)
Ein Public Private Partnership- oder auch Betreiberprojekt ist die ganzheitliche privatwirtschaftliche Lösung einer öffentlichen Immobilien- oder Infrastrukturaufgabe. Dabei liegen Planung, Finanzierung, Bau und langfristiger Betrieb in privater Hand. Die Refinanzierung der Gesamtinvestition erfolgt während der Betriebsphase durch Nutzungsentgelt.
Return
Ergebnisgröße im Kapitalrenditecontrolling von Bilfinger Berger, abgeleitet aus dem EBIT.
ROCE
Abkürzung für ‚Return on Capital Employed‘. Ergibt sich als Verhältnis aus Ergebnis des Berichtsjahres (Return) und durchschnittlich gebundenem betrieblichen Vermögen (Capital Employed).
Syndizierte Kreditlinie
Kreditlinie, die mit einer Gruppe von Banken (Syndikat) zu einheitlichen Bedingungen vereinbart wird.
WACC
Abkürzung für ‚Weighted Average Cost of Capital‘. Als Kapitalkostensatz dient er als Messgröße für die Finanzierung des betrieblich gebundenen Vermögens im Kapitalrenditecontrolling von Bilfinger Berger. Er entspricht dem Verzinsungsanspruch der Eigen- und Fremdkapitalgeber und wird als gewichteter Durchschnitt von Eigenund Fremdkapitalkosten ermittelt.
Wertbeitrag
Differenz zwischen ROCE und Kapitalkostensatz, multipliziert mit dem Capital Employed. Bei positivem Wertbeitrag liegt die Verzinsung des Capital Employed über dem Kapitalkostensatz.
Working Capital
Kennzahl zur Beobachtung von Veränderungen der Liquidität. Sie zeigt die Differenz zwischen Umlaufvermögen, ohne Liquide Mittel und Wertpapiere, und kurzfristigen Verbindlichkeiten, ohne Bankverbindlichkeiten.

